Social Trading Erfahrungen und Anbieter Vergleich

Etablierte Handelsmodelle haben es in der Gunst der Anleger immer schwerer. Zunehmend mehr Verbrauchern scheuen den mühsamen Weg zum persönlichen Berater bei der Hausbank, um auf diesem Wege Investments in Aktien oder andere Finanzprodukte vornehmen zu lassen. Hinzu kommt, dass die Abwicklung auf diese Weise vielfach mit recht hohen Kosten für Händler (neudeutsch: „Trader“) verbunden ist. Aus diesem Grund können sich schon seit einigen Jahren gerade die sogenannten Online-Broker einen Namen im Vergleich machen und Filial-Banken immer häufiger den Rang ablaufen. Vor allem die geringeren Handelsentgelte sprechen für den digitalen Ansatz. Seit einiger Zeit kursiert darüber hinaus ein neues Konzept, deren Anbieter innovationsfreudigen Spekulanten regelrecht rosige Zeiten vorhersagen. Gemeint ist das Modell des Social Tradings.

Doch was genau verbirgt sich hinter diesem System eigentlich, was nützt es und für welche Anleger ist das Format unterm Strich wirklich von Interesse? Wir erklären Ihnen, um was es in diesem modernen Bereich für den Handel in vielen Bereichen des Finanzmarktes genau geht.

Social Trading – wie innovativ ist das Konzept tatsächlich?

Die wichtigste Tatsache zum Social Trading als moderner Weg zur idealerweise rentablen Geldanlage ist genau darin zu sehen, dass Anleger in diesem Spektrum nicht mehr länger auf die oft kostenintensive Beratung durch einen Berater einer Bank oder den Manager eines Fonds angewiesen sind. Das senkt in der Tat die Kosten, bedeutet aber beim besten Willen nicht, dass Anleger vor jedwedem denkbaren Verlustrisiko gefeit sind. Statt auf Banken und Analysten zu hören, spielt beim Social Trading der Aspekt des Sozialen die zentrale Rolle. So profitieren Investoren als Kunden der Anbieter solcher Systeme von den Erfahrungen anderer Akteure am Markt. Genauer gesagt: (Online-) Broker setzen beim Handel auf die eigene Community, also die Gruppe ihrer Kunden. Innerhalb der Gemeinschaft besteht je nach Dienstleister ein mehr oder weniger reger Austausch zwischen den Marktteilnehmern.

Erfolgreiche Positionen / Orders aus der Vergangenheit oder zumindest mutmaßlich lukrative Entscheidungen können in wenigen Schritten nachgebildet werden. Dies kann meist entweder 1:1 oder in abgewandelter Form erfolgen.

2007 gingen die ersten Social Trading Netzwerke an den Start

Der zeitliche internationale Ursprung des Geschäftsmodells Social Trading als zeitgemäße Variante des Handels mit Binären Optionen, Differenzkontrakten (CFDs), Futures und anderen Produkten des Marktes lässt sich relativ genau auf das Jahr 2007 beziffern. Damals nahm der Anbieter ZuluTrade seine Geschäfte auf. Schon kurze Zeit später tauchte der inzwischen auch in Deutschland beliebte Betreiber eToro im Wettbewerb auf. Bis heute sind zahlreiche verschiedene Social Trading Broker gestartet, um Anlegern auf unterschiedlichen Wegen den Einstieg in das sozial ausgerichtete Handeln zu ermöglichen. Das Motto könnte in etwa „Lernen von den Besten“ lauten – tatsächlich wirbt mancher Anbieter mit ähnlich klingenden Slogans.

Im professionellen Vergleich wird es im weiteren Verlauf selbstredend um die Frage gehen müssen, unter welchen Bedingungen Kunden in spe an den diversen Plattformen teilhaben können. Denn es zeigt sich meist sehr früh, dass die Konditionen trotz des zunehmenden Konkurrenzkampfs recht verschieden ausfallen. Dafür aber sind längst auch einige bekannte Banken eingestiegen, nachdem sie das Potenzial der jungen Sparte erkannt haben.

Eine interessante Erkenntnis für Unerfahrene: Im Prinzip sind Newsletter und Börsenbriefe durchaus eine Art Social Trading, da Leser für ihren aktiven Handel hier bereits Hilfestellungen von erfahrener Seite erhalten!

Beeinflussen sich Trader mit ihren Transaktionen untereinander?

Ganz fraglos stellt das Social Trading eine innovative Anlage-Methode dar. Prüfen sollten Nutzer in spe jedoch, inwieweit sie selbst zur eigentlichen Zielgruppe der Angebote gehören. Denn nicht jeder Händler legt unbedingt Wert darauf, Trades auszuführen, die in dieser Form schon von anderen Händlern abgewickelt wurden oder im selben Moment in Angriff genommen werden. Denn: Handeln viele Trader zeitgleich dieselben Finanzwerte, kann sich dies erfahrungsgemäß auf die aktuellen Kurse am Markt auswirken und damit zumindest zum Teil Einfluss auf den Ausgang der Transaktionen haben. Dies müssen insbesondere Anleger wissen, die im Bereich der Finanzderivate tätig sind.

Während eine große Nachfrage beim Handel mit Aktien positive Auswirkungen auf den Preis und den zu erwartenden Gewinn hat, werden im Derivat-Sektor bekanntlich auch Wetten auf sinkende Kurse getätigt. Dieser Tatsache müssen sich Social Trader zwingend bewusst sein, um Risiken und Chancen abwägen zu können.

Broker erlauben Social Trading heute auch von unterwegs

Erwähnt sei an dieser Stelle, dass die Netzwerke heute in „Realtime“ arbeiten. Dies bedeutet, dass die Kursstellung in Echtzeit, also unmittelbar erfolgt. Früher kam es vielerorts zu einem gewissen zeitlichen Verzug bei der Angabe aktueller Kurse, was erheblich über Erfolg und Misserfolg mitentscheiden konnte. Derlei Komplikationen aus der Zeit, als die Modelle noch in den Kinderschuhen steckten, sind mittlerweile zur Freude begeisterter Fans der Social Trading Netzwerke weitestgehend Vergangenheit. Auch die Grundlagen der Handelsentscheidungen – beispielsweise die Integration von Indikatoren und Handelssignalen – wurden über die Jahre konstant weiter optimiert. Viele Anbieter erlauben den Einstieg ins soziale Handeln sogar ohne die Eröffnung eines zusätzlichen Kontos, auch Apps fürs Mobile-Banking und -Trading sind Möglichkeiten, um in den Handel einsteigen zu können. Oft reicht schon ein einziger Klick, um Transaktionen anderer Trader zu den eigenen zu machen.

Vorzüge zeigen sich beim Social Trading als Argumente an verschiedenen Stellen

  1. das Kopieren der Transaktionen erfahrener Händler ist oft schon mit einer sehr geringen Mindesteinlage (teils ab 5,00 bis 10,00 Euro) möglich
  2. die Angebote sind eine interessante Alternative oder Ergänzung zu etablierten Handelsmodellen, bei denen Trader ihre Entscheidungen ganz allein treffen
  3. teils können die Systeme sowohl passiv als auch aktiv genutzt werden
  4. es werden nicht nur Gewinne realisiert, Händler lernen auch „sozial“ von Top-Investoren
  5. im Grunde kann jeder Trader selbst zum Vorbild für andere werden

Gerade der letzte Punkt der kurzen Zusammenfassung ist erwähnenswert. So werden viele Anleger, die Social Trading Erfahrungen zu Beginn ihrer Karriere auf der Seiten der „Kopierer“ sammeln, später selbst zu einem Mitglied der Gruppe der „Top-Trader“, wie die Händler mit Vorbildfunktion vielerorts genannt werden.

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Gebühren fallen meist nicht höher als beim normalen Trading aus

Die Angebote am Markt zeichnen sich in aller Regel durch sehr transparente Konditionen aus. Verständlich formulierte Geschäftsmodelle sollten Anleger auf der Suche nach einem geeigneten Anbieter ohnehin zur Maxime ihres persönlichen Social Tradings Vergleichs machen. Denn nur dann wissen sie in jedem Schritt, welche Kosten mit dem Handel später verbunden sein werden. Üblicherweise kostet das soziale Handeln nicht mehr als die Ausführung selbst erarbeiteter Positionen. Stattdessen werden meist die normalen Kosten fällig, die die meist aus den Bereichen des Forex- und CFD-Handels stammenden Betreiber ohnehin für die Ausführung von Transaktionen in den verschiedenen Bereichen des Marktes in Rechnung stellen.

Plattformen dienen der Vermittlung aktiver und passiver Nutzer

In einigen Fällen aber werden Anleger nur vermittelt – solche Dienstleister spielen im Social Trading Test also eher eine Rolle als eine Art Vermittler. Beide Herangehensweisen können für den jeweiligen Nutzer durchaus von Vorteil sein, wenn Händler wissen, in welchem Segment sie am besten aufgehoben sind. Ohne ein eigenes Brokerage-Modell im Hintergrund geht es im Prinzip darum, dass Broker zwei Anleger miteinander in Kontakt bringen. So übernimmt ein erfahrener Trader gewissermaßen die Kapitalverwaltung im Auftrag eines anderen Händlers, der hierbei passiv auftritt. Der verwaltende Anleger wiederum tritt entsprechend als aktiver Part auf. Abgewickelt werden die Transaktionen über das Anleger-Privatdepot, welches wahlweise bei einer Bank oder bei einem Broker geführt wird.

Dank der steigenden Zahl der Anbieter und Angebote, zu denen Interessenten Social Trading Testberichte studieren können, wächst auch die Vielfalt der Produkte, die getradet werden können. Denn mittlerweile können eben nicht einzig und allein Instrumente aus den Bereichen CFD und Forex Ausgangspunkt des Tradings sein. So können je nach Broker auch diese Finanzinstrumente zum Portfolio gehören:

  • ETFs (und teilweise andere Fonds)
  • nationale und internationale Aktien
  • Anleihen von den weltweiten Märkten
  • Rohstoffe
  • Binäre Optionen

Voraussetzung für die große Mehrheit der Social Trading Broker im Vergleich ist, dass Teilnehmer ihre Entscheidungen publik und damit anderen Nutzern der Plattformen zugänglich machen. Denn nur so können Einsteiger (oder innovationsfreudige) fortgeschrittene Anleger überhaupt von anderen lernen. Ganz ohne Hintergrundwissen und ein Verständnis für die Materie gelingt der Ansatz natürlich nicht. Denn als potentieller Profiteur der Informationen anderer Händler muss ich diese erst einmal lesen und verstehen können. Sonst bleiben die Portfolios wohl eher das sprichwörtliche Buch mit sieben Siegeln, sodass das Kopieren fremder Orders eher ein Glücksspiel denn sinnvolles Social Trading wäre.

Was kostet mich der Einstieg ins Social Trading?

Die Handelskonditionen betreffend müssen Anleger an sich nicht auf dramatisch anderen Bedingungen vorbereitet sein als bei anderen Brokern. Schon mit Mindesteinlagen von 100 bis 500 Euro können Kunden ein Handelskonto eröffnen, um ins Trading einzusteigen. In anderen Fällen braucht es eine höhere Ersteinlage für den Einstieg. Diese Anforderung muss im Test ebenso berücksichtigt werden wie die Mindesteinsätze je Transaktion. Denn auch wenn Positionen anderer Kunden nachgebildet werden, bedeutet dies nicht, dass generell immer ein identisch hoher Einsatz erbracht werden muss.

Handel in Form von Derivaten des Finanzmarktes

Eine zentrale Frage für die finanziellen Rahmenbedingungen ist die, ob die Transaktionen physisch/real ausfallen. Werden also Aktien tatsächlich gekauft, weil die Positionen anderer Trader das Interesse geweckt haben, verlangt dies nach dem Einsatz des vollen Budgets. In aller Regel werden Positionen aber nur nachgebildet, anders ausgedrückt geht es nur darum, wie sich der Kurs des Basiswertes (etwa einer Aktie oder eines Devisenpaars wie zum Beispiel im Hause eToro) während einer bestimmten Laufzeit entwickelt. Die typischen Ordergebühren und weitere Transaktionsentgelte entfallen damit. Im speziellen Fall des Anbieters eToro werden auch die Handelsrisiken über den Anbieter abgesichert, darüber hinaus zeichnet der Dienstleister für die Gewinnauszahlungen verantwortlich.

Verluste sind nicht den Anbietern anzukreiden

Treten Verluste auf, handelt es sich dabei selbstverständlich nicht um einen Social Trading Betrug, sondern die Folge falscher Handelsentscheidungen, was sich Anleger von Anfang an vor Augen führen sollten. Schließlich gibt es auch in diesem Segment Transaktionen mit höherem und geringerem Risiko. Wer hohe Renditen realisieren möchte, muss ins Risiko gehen und Verluste in Kauf nehmen!

Risiken variieren je nach Handels-Ausrichtung

Diese unbestreitbare Tatsache spiegeln auch die Positionen der jeweiligen Top-Trader wider, deren Reihenfolge übrigens natürlich variabel und keineswegs in Stein gemeißelt ist. Auch sie sind mal mehr und mal weniger erfolgreich, sodass die Rankings regelmäßig von Brokern korrigiert und aktualisiert werden. Zugleich sind die Vorbilder beim Social Trading unterschiedlich risikofreudig – beim Kopieren wird diese zwangsläufig mit übernommen, weshalb Anleger ausgiebig prüfen sollten, welche Strategien für sie die richtigen sind. Hochspekulative Investments sind meist nichts für Neulinge, was insbesondere in Verbindung mit Hebelprodukten wie CFDs erwähnt werden muss. Denn in diesem Spektrum drohen sehr hohe Verluste. Dies liegt vorrangig an der Hebelwirkung, die Händler ausschöpfen können, um ihren Gewinn, aber eben im negativen Falle auch ihren Verlust zu maximieren.

Letzten Endes können Social Trader klassisch alle Bereiche abdecken, die ihnen in anderen Anlageklassen zur Verfügung stehen. Wichtig ist, eine Vorstellung von der eigenen Risikobereitschaft zu entwickeln.

Wie sehen die Plattformen aus und wie seriös sind die Angebote?

Wichtig in puncto Seriosität ist selbstredend, dass Handelsplattformen fürs Social Trading ebenso transparent gestaltet werden wie bei Anbietern, über deren Systeme Kunden durchweg eigene Entscheidungen ohne Vorbilder aus der Community treffen. Eine frühe Erkenntnis: Die bekannten Anbieter arbeiten so seriös wie erwartet, Berichte über einen möglichen Social Trading Betrug gibt es nicht.

Erwähnenswert → Kundengelder werden im Normalfall nicht von Brokern aufbewahrt, sondern von Partnern aus der Bankenbranche!

Unbedingt beachten sollten Kunden, dass sie sich für Anbieter entscheiden, bei denen Kundeneinlagen von Banken verwaltet werden. Oft werden die Depots ohnehin von Partnerbanken geführt. Die Trennung von Broker- und Kundengeldern ist unverzichtbar, damit im Falle einer Anbieter-Insolvenz die Mittel der Kunden nicht mit verloren gehen.

Soziales Handeln mit eToro

In den Mittelpunkt der Plattform-Aufgaben gehört fraglos die Förderung der Händler, die sich an Top-Tradern orientieren möchten. Kriterien für die Vorbild-Auswahl gibt es in unterschiedlichen Formen. Mitunter können infrage kommende Transaktionen auf Basis der bevorzugten Instrumente gefiltert werden. In anderen Fällen können die bisherigen Renditen der Top-Trader die Grundlage der Auswahl sein, gleiches gilt für die Höhe der gewünschten Einsätze.

Zu sagen ist: Eine Garantie dafür, dass in der Vergangenheit extrem erfolgreiche Top-Trader auch in Zukunft hohe Gewinne realisieren, gibt es nicht!

Die Chancen aber, dass erfolgreiche Händler auch zukünftig Gewinne einfahren, stehen besser, als dass Anfänger „auf gut Glück“ enorme Renditen mitnehmen können, ohne dass sie sich dabei auf mehrjährige Erfahrungen beim Social Trading berufen können. Dennoch sind Verluste immer Teil des Anleger-Lebens. Mit steigendem Risiko steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass früher oder später ein Verlust entsteht. Kein Problem, solange das Plus deutlicher ausfällt als das Minus!

Diese Faktoren müssen Follower bei der Auswahl berücksichtigen

Differenzen ergeben sich im Vergleich der Social Trading-Dienstleister hinsichtlich des Umfangs der Ranglisten. Einige Anbieter nennen nur die jeweilige Top 10, andere erlauben ihren Kunden das individuelle Zusammenstellen von Händlern anhand von Merkmalen wie

  • dem Einsatz
  • der Rendite
  • der Zahl der Trades pro Tag/Woche/Monat
  • der gehandelten Finanzinstrumente
  • der Laufzeiten

Im bestmöglichen Fall besteht die Chance, gezielt nach Händlern in bestimmten Bereichen zu suchen und Trader zu finden, deren Vorlieben ähnlich aussehen. Unterschiede gibt es zudem dahingehend, wie viele Trader kopiert werden können, um so eine gute und bedarfsgerechte Risikostreuung in die Tat umzusetzen. Fünf Anlegern sollten Interessenten mindestens folgen können, um diese als möglichst rentable Signalgeber zu nutzen. Auf diese Weise können vor allem auch Verluste an einer Stelle durch das Kopieren anderer Top-Trader ausgeglichen oder in einen Gewinn umgekehrt werden.

Vorteile beim Social Trading – schneller Gewinn ohne lange Vorbereitung?

Im direkten Vergleich mit den oft als „klassische Geldanlagen“ titulierten Angeboten am Markt überzeugen Social Trading Erfahrungen in der Tat dadurch, dass Einsteiger nach der Kontoeröffnung nicht unbedingt umfangreiches Wissen vorweisen müssen, um Erfolge verbuchen zu können. Eine gute Trading-Ausbildung ist zwar ohne Wenn und Aber sinnvoll, aber nicht der einzige Weg, um Renditen erreichen zu können, wie Vergleichstests mit anderen Handelsmodellen verdeutlichen. Für viele Händler ist Social Trading ein guter Ansatz, um schon während der Erarbeitung des nötigen Know-hows traden zu können.

Nochmals sei darauf hingewiesen: Aus- und Weiterbildung gehören nicht allein für Anfänger zum Handwerkszeug. Selbst Profis greifen gerne auf die Lernangebote zurück. Und eben diese fallen je nach Anbieter für die Social Trading Erfahrung recht unterschiedlich aus. Hierzu gehören je nach Broker:

  1. Webinare
  2. Video-Erklärungen (inkl. Erläuterungen der Orderarten/-typen)
  3. mitunter Live-Seminare vor Ort
  4. im Grunde auch Demokonten

Im Zuge der Trading-Ausbildung lernen Händler, dass sie ihre Erwartungshaltungen nicht zu hoch ansetzen. Denn die hohen Maximalrenditen können schon recht verlockend sein und dafür sorgen, dass unerfahrene Anleger voll auf Risiko setzen und ihr ursprüngliches Money-Management aus den Augen verlieren. Es ist wie es ist: Für die meisten Händler enden Trades leider mit einem Verlust. Nichtsdestotrotz raten viele Experten dazu, zumindest bedingt Erfahrungen mit Social Trading als interessante Ergänzung fürs Portfolio anzugehen.

Demokonto fürs Social Trading – risikofrei ins Thema einsteigen

Etliche Anbieter aus dem Social Trading Test arbeiten mit Demokonten. Diese sind umso besser, je flexibler und länger Nutzer auf die Accounts zugreifen können. Eine Bereitstellung mit wenig Guthaben (evtl. maximal 1.000 Euro) für wenige Tage ist immerhin eine geringe Hilfestellung. Vergeben Broker die Testkonten hingegen ohne Zeit-Limit und mit einen unbegrenzten Startkapital, haben Kunden alle Freiheiten, die sie sich nur wünschen können. Noch positiver ist es, wenn Anbieter nicht erst ein Echtgeld-Konto eröffnen und die übliche Ersteinlage überweisen müssen, um das Social Trading Demokonto in Anspruch nehmen zu können. Gesichert sein sollte außerdem, dass alle Funktionen für den Test-Handel zur Verfügung stehen und die Kurse und Vorbild-Trades immer aktuell gestellt werden. Dies gilt natürlich im gleichen Maße für die „echten“ Transaktionen. Werden diese auf Grundlage veralteter Kurse abgewickelt, führt dies nicht gerade zu einer guten Social Trading Erfahrung.

Vom Nacheifern zum Top-Trader mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten

Chancen können sich beim Social Trading, wie schon kurz angeschnitten, bekanntlich nicht nur auf Seiten der „Kopierer“ ergeben. Ein Quasi-Seitenwechsel ist durchaus denkbar. Mitunter sind die Übergänge von der einen auf die andere Seite relativ fließend, zumal auch die Möglichkeit besteht, zwar von anderen zu lernen und deren Trades nachzubilden, aber dennoch selbst bereits für Anfänger zum Vorbild zu werden über das Nachhandeln. Nichts spricht dagegen, dass Top-Trader ihrerseits eigene Positionen managen, aber zudem „Follower“ anderer Händler werden. Gerade darin besteht sogar der besondere Anreiz für manch überzeugten Social Trader, der durch das Modell eine Depot-Diversifikation (Risikostreuung) erreicht. Denn Top-Händler verdienen in der Regel gutes Geld über die alternative Anlageform.

Je erfolgreicher ich handle, desto eher werden andere Kunden auf mich aufmerksam, um eine Trades nachzubilden. Je mehr Follower ich wiederum als erfolgreicher Trader gewinne, desto mehr Umsatz realisiere ich auf diesem Weg, da Broker Umsatz-abhängig oder pro kopiertem Trade Erträge auf dem Handelskonto gutschreiben.

Kritik am Social Trading – wie steht es um das Missbrauchsrisiko?

Ganz ohne Kritik kann ein Social Trading Test freilich nicht zu Ende gebracht werden. So kritisiert mancher Beobachter der Branche, dass Follower nicht oft nicht sicher sein können, wem sie eigentlich folgen und wem sie ihr Kapital anvertrauen. Bei einigen Anbietern sind auch reine Demo-Trader in der Mehrzahl, die Social Trader dennoch mit echtem Geld kopieren, wenn sie die Rahmenbedingungen nicht rechtzeitig durchschauen. Der Verweis auf die Anonymität ist ein durchaus berechtigter Kritikpunkt. Die Gefahr besteht darin, dass Trader durch das Führen verschiedener Testkonten mit unterschiedlicher strategischer Ausrichtung für Verwirrung und eine Verfälschung der Top-Trader-Listen führen.

Social Trading Pionier ZuluTrade

Überwachung der Händler fällt manchem Anbieter schwer

Brokern fällt es vielfach schwer, eine solche Praxis zu verhindern, wenn Kunden über ausreichend E-Mail-Accounts verfügen. Ideal ist es, wenn die Plattformen präzise Aussagen dazu treffen, welche Strategien das Ergebnis des Echtgeldhandels sind und wo im Demomodus getradet wird. In einigen Fällen erlauben die Online-Anbieter ohnehin nur den Echtgeldhandel, für den wiederum ein Identitätsnachweis (mittels Personalausweis oder Reisepass) von neuen Kunden verlangt wird. Interessant daran ist im Übrigen, dass Händler beim entspannten Trading über ein Demokonto oft erfolgreicher als beim nervlich weitaus belastenden Echtgeld-Handel sein können. Nicht jeder ist dem Druck gewachsen, wenn durch Gebühren, Slippage und Spreads wirkliche Kosten und Verluste drohen.

Die Zielgruppen des Social Tradings: nicht nur eifrige Händler

Auf den ersten Blick mag es in den Erfahrungen mit dem Social Trading so wirken, als sei das Konzept vor allem etwas für eifrige Anleger, die zügig Gewinne erreichen und recht viel Zeit investieren möchten. Dies aber stimmt so eigentlich nicht ganz. Das System von Tradern für Trader ist ebenso für Kleinanleger wie Studenten oder Berufstätige interessant, die nur hin und wieder über die Netzwerke lohnende Handels-Signale in „Realtime“ erhalten und umsetzen möchten. Tatsächlich gibt es die Möglichkeiten, sich sogar automatisiert – also auf Basis der gewünschten Parameter wie des Kapitals und des Risikos – im Social Trading zu betätigen, ohne ständig am PC sitzen und nach guten Copy-Trades Ausschau halten zu müssen. Broker erlauben hier meist das Einstellen des Budget-Anteils, der für das Kopieren verwendet werden soll.

Zum guten Service sollte das erwähnte gute Schulungsmaterial gehören, das mehr oder weniger umfangreich auf allen Plattformen zu finden ist. Viele Angebote aus diesem Bereich sind bereits ohne eine Registrierungspflicht und die Notwendigkeit zur Kontoeröffnung verfügbar. Korrekt ist indes, dass die Mitglieder der Communities der Anbieter im Social Trading in weiten Teilen aus dem Sektor der Privatanleger stammen, was daran liegt, dass professionelle Trader nun einmal in der Unterzahl sind. Die Informationen zu den Top-Tradern sind zumeist ein klares Indiz dafür, welcher Gruppe die jeweiligen Händler zuzuordnen sind. Unterm Strich ist diese Frage zudem weitgehend irrelevant, sofern die erhofften Erfolgsereignisse eintreten.

Einlagensicherung, Regulierung und Support im Test

Nachdem die Mindestanforderungen, die Handelsplattformen und Trading-Spielräume thematisiert wurden, sollen zum Schluss auch die nicht minder wichtigen Themen wie die Einlagensicherung, eine mögliche Regulierung und der Kundendienst zur Sprache kommen. Denn natürlich sollten sich Kunden – ob nun als Top-Trader oder Follower – jederzeit auf die Funktion der Handelsumgebung und die Betreuung verlassen können. Typisch ist die Kundenbetreuung per Mail und Hotline, wobei möglichst ein deutschsprachiger Kundendienst sichergestellt sein sollte. Ein Live-Chat ist im Social Trading Test ebenfalls als positiv zu vermerken. Die Zahl der regulierten Social Trading-Anbieter wächst konstant. Denn die Betreiber haben erkannt, wie wichtig dies für ihre Seriosität und das Abschneiden im Vergleich ist, wenn die Konditionen insgesamt ähnlich ausfallen wie bei der Konkurrenz.

Verschiedene Obergrenzen für die Kapitalabsicherung

Als allgemein guter Schutz werden Lizenzierungen und Regulierungen durch staatliche Aufsichtsbehörden wie die deutsche BaFin oder die britische FCA bewertet von Branchenkennern, auch Zypern CySEC arbeitet inzwischen strenger als in der Zeit vor der Finanzkrise ab dem Jahr 2006. Einmal vergebene Lizenzen für die Finanzmärkte können durchaus entzogen werden, weshalb Anbieter um Transparenz und Fairness bei der Produktgestaltung bemüht sind. Je nach Standort greift im Falle einer Broker-Pleite auch eine staatliche Einlagensicherung. Diese liegt in Deutschland meist bei max. 100.000 Euro (von Anbietern abgesehen, deren Plattformen als Banken an weitere Einlagensicherungsfonds gekoppelt sind), britische Broker bieten einen Schutz bis 50.000 Britischen Pfund, zypriotische Dienstleister bieten oft wenigstens noch eine Einlagensicherung bis 20.000 Euro.

Beim Social Trading wie auch allen anderen Trading-Systemen bezieht sich der Schutz nur auf von den Brokern verschuldete Verluste – ein Konto-Minus als Folge falscher Transaktionen liegt ganz in der Verantwortung der Depot- und Kontonutzer selbst. Wer alle genannten Punkte aus dem Vergleich und Test kennt und zu bewerten weiß, ist den eigenen guten Social Trading Erfahrungen schon ein gutes Stück näher gekommen.

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